Narbenpflege

Hilfe bei Narben – was ist zu vermeiden und was kann man tun?

Nicht alle Wunden heilen optimal ab. Überschießende Narben entstehen besonders häufig im Bereich der Brust, der Schultern und an den Ohren und bereiten sowohl große ästhetische Probleme als auch z.T. beträchtliche Schmerzen.

Die Deutsche Dermatologische Gesellschaft beschreibt hypertrophe Narben als solche, die sich auf das Gebiet der ursprünglichen Wunde beschränken, aber über das Hautniveau hinausragen und wulstig verdickt sind.

Keloide sind wuchernde Narben, die über die ursprüngliche Wunde hinauswachsen.
Werden Keloide einfach nur ausgeschnitten und die neue Wunde wieder vernäht, kommt es in bis zu 100 Prozent aller Fälle zu einer erneuten Narben-Wucherung.

Ob sich eine hypertrophe Narbe bildet, hängt nicht nur von der genetischen Veranlagung des Patienten ab, sondern auch von der Wundrandspannung, der Nahttechnik des Operateurs und dem Verhalten des Patienten in den ersten Wochen und Monaten nach der Operation.

Silikon-Pflaster und –Gele sind nach über 30jähriger Erfahrung von Experten besser als andere Methoden dazu geeignet, die Wundheilung insbesondere in den entscheidenden ersten postoperativen Monaten sehr günstig hinsichtlich einer unauffälligen Narbenbildung zu beeinflussen. 

Das müssen Sie beachten! 

  • Verzichten Sie drei  bis vier Wochen nach der OP auf Sport! Dies gilt insbesondere bei Wunden im Bereich der Schulter, des Knies oder der Brust bzw. wenn sich die Narbe in einem Bereich befindet, der viel bewegt wird. Nach dem Ziehen der Fäden (meist nach 2 Wochen) ist die Narbenbildung gerade mal in der Anfangsphase!
  • Setzen Sie die Narbe nach der OP der betreffenden Körperstelle nicht  Zugkräften aus.
  • Decken Sie frische Narben ab oder schützen Sie sie mit Sunblocker mindestens drei
    Monate vor der Sonne und sonstigen UV-Quellen, da UV-Licht eine überschiessende  Wundheilung provozieren!
  • Sehr gute Erfolge mit Silikonpflastern und -Gelen werden auch bei bereits verhärteten, aber noch aktiven (roten)  Narben erzielt. Besonders gut in solchen Fällen ist die Kombination miti Druck (Kompressionsbandagen etc.), wie aus der Verbrennungsmedizin bekannt.
  • Beginnen Sie mit der Silikon-Behandlung so bald als möglich nach Entfernung der Wundfäden. Narben in behaarten Arealen sollten aus Praktibilitätsgründen nur mit Silikon-Gel behandelt wird.
  • Antioxidanzien – v.a. das hautdurchdringende Vitamin E – können darüber hinaus als Silikongel-Zusatz die Narbenbildungsprozesse ebenfalls positiv beeinflussen.
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